Positionspapier

Positionspapier des GEB Leinfelden-Echterdingen zur Schulentwicklung in der Stadt

Der GEB Leinfelden-Echterdingen begrüßt das Engagement der Stadt LeinfeldenEchterdingen und des Gemeinderats für das Thema Schulentwicklung auf den verschiedenen Ebenen wie Modernisierung, Renovierung, Ausbau der Betreuungsplätze und Digitalisierung.
Der GEB sieht, ebenso wie die Stadt Leinfelden-Echterdingen und der Gemeinderat, einen dringenden Handlungsbedarf in diesen Bereichen. Daher beteiligt sich der GEB intensiv an Diskussionen mit Schulen, Eltern, der Stadt und dem Gemeinderat um seiner Möglichkeit (und Pflicht), Vorschläge, Anregungen und Empfehlungen an den Schulträger und an die Schulaufsichtsbehörde Rechnung zu tragen.
Der GEB hat verschiedene Aktivitäten der Stadt sehr positiv aufgefasst, wie zum Beispiel

  • Den offenen Diskurs über die Entwicklung der Schülerzahlen und sich daraus ableitenden Notwendigkeiten (z.B. Erweiterung der vorhandenen Klassenräume)
  • Die Durchführung der Gemeinderatsklausur am 24.2 zu diesen Themen und auch die im Nachgang kommunizierten Resultate dieser Klausur
  • Die klare Position des Oberbürgermeisters Roland Klenk zu den notwendigen Maßnahmen der Schulentwicklung
  • Die Besichtigung der Schulen und damit die Erstellung von Protokollen über notwendige Maßnahmen als erste Bestandsaufnahme über alle Schulen aus Sicht Schulleitungen, Elternvertreter, Hausmeister und Verwaltung

Der GEB sieht das als einen guten Start, sieht aber dringende Handlungsbedarfe in der Weiterentwicklung des Bildungssystems in Leinfelden-Echterdingen für die Zukunft.

Es fehlt ein gesamtheitliches Konzept von der Bestandsaufnahme des IST Standes, über die Identifikation von Handlungsbedarfen bis hin zu einer Zielvorstellung mit klaren abgeleiteten Maßnahmen und (zeitnahen) Terminen zur Realisierung:

  • des Erweiterungsbedarf von Klassenräume
  • den Renovierungsbedarfen der Schulgebäude
  • der Umsetzung der technischen Voraussetzungen zur Medienbildung
  • der Weiterentwicklung der Betreuungseinrichtungen der Schulkinder.

Der GEB sieht dieses Konzept aus folgenden Punkten als unabdingbar an:

  • Aus der Gesamtübersicht der Handlungsfelder sind ein Umsetzungsplan und Priorisierungen für bauliche Maßnahmen ableitbar.
  • Im Grundschulbereich kann davon auch ein Bedarf eines Neubaus einer Grundschule abgeleitet und ein Konzept zur Begründung und Umsetzung im Vergleich zu aufwändigen Anbauten und Renovierungen wirtschaftlich ermittelt werden.

Der GEB sieht folgende Punkte noch nicht adressiert und empfiehlt diese zeitnah durchzuführen:

  • Die Umsetzung der notwendigen Maßnahmen benötigen einen klaren, straffen Zeitplan. Bislang ist nicht ersichtlich, dass es so einen Zeitplan gibt.
  • Es fehlt nach wie vor eine klare Priorisierung der Maßnahmen, welche aus Sicht des GEB unabdingbar ist um eine Fragmentation der Arbeiten zu verhindern und gleichzeitig zielgerichtete Aktivitäten zu sichern.
  • Die Planung der Renovierungsarbeiten, baulichen Erweiterungen muss mit Überlegungen in Bezug auf die Digitalisierungsstrategie verbunden werden um unnötige Verdoppelung der Arbeit zu vermeiden.
  • Es ist nicht verständlich, warum auf Basis der erstellten Protokolle bei den einzelnen Schulbegehungen durch BM Kalbfell und weiteren Mitgliedern der Stadtverwaltung des Hochbauamtes, nicht ein erster Maßnahmenplan oder zumindest eine erste IST Analyse schon erstellt wurde.
  • Einige der Maßnahmen, wie z.B. die Erweiterung von Schulen um Raumkapazität sind streng mit den prognostizierten Schülerzahlen durch die Firma Häusser verbunden. Da im Schuljahr 2018/19 diese Zahlen teilweise nicht verifiziert werden konnten (z.B. 4-Zügigkeit LUS im SJ18/19), ist ein Monitoring der Entscheidungsbasis und ggfs. eine Nachkorrektur der Pläne erforderlich.
  • Im Schuljahr 2017/18 wurde die maximale Auslastung mancher Schulbetreuungen als Einzelmaßnahme deklariert. Im Schuljahr 2018/19 wird weiter so verfahren, ohne dass dringend notwendige Renovierungs- und Unterstützungsaktivitäten durchgeführt wurden. Diese Notwendigkeiten müssen VOR Beginn des Schuljahres 2018/19 soweit möglich angegangen werden, um eine einigermaßen akzeptable Betreuungssituation der Schulkinder und akzeptable Arbeitsbedingungen der Angestellten zu garantieren.

Eine Konkretisierung von Maßnahmen mit Zielterminen zur räumlichen Weiterentwicklung, Modernisierung des Allgemeinzustandes der Gebäude, der Betreuungseinrichtungen und Digitalisierungsumsetzung muss zeitnah kommen.
Von Seiten des GEB wird die positive Entwicklung gesehen und unterstützt. Wir erwarten jedoch eine deutliche Stärkung der Aktivitäten zur Attraktivierung der Schullandschafft und Sicherstellung der notwendigen Weiterentwicklung. LE hat hier die Chance den Schülerinnen und Schülern einen Rahmen zu bieten, um Ihr Potential vollständig zu entfalten. Wir sind uns bewusst, dass dies eine große Herausforderung ist und Ressourcen benötigt. Allerdings ist dies ein Großprojekt, welches der für die Stadt über einen langen Zeitrahmen Prestige bringen und als ein Beispiel auch für andere Städte und Kommunen gelten kann.
Aus unserer Sicht handelt es sich hier um ein großes übergreifendes Projekt und muss als solches bearbeitet werden.

Der GEB sagt hier seine volle Unterstützung zu, dies als nachhaltiges „Zukunftsprojekt – Schulentwicklung LE“ zu unterstützen und hofft auf entsprechende Aktivitäten von Seiten der Stadt und die breite
Unterstützung im Gemeinderat.

Dr. Karsten Finger                                                     Dr. Bastian Koller
Vorsitzender Gesamtelternbeirat                      stellvertretender Vorsitzender Gesamtelternbeirat

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